Internetzugang – die Unterschiede in der technischen Umsetzung

Um ins Internet zu gelangen, braucht es zwei Dinge – eine Hardware und eine Software. Unter Hardware wird ein Gerät bezeichnet, das die Übertragung zum Internet gewährleistet und die Software ist ein Computerprogramm, das sich um den Zugang kümmert und die konfiguriert werden muss. Ein Kabel verbindet den Computer oder das Laptop mit dem Übertragungsgerät. Die Möglichkeit einer drahtlosen Verbindung sichert das WLAN. Mittels der Software wählt sich der Computer in das gewählte Netzwerk ein. Damit die Kommunikation im Internet auch funktioniert, erhält jeder Nutzer seine eigene IP-Adresse. Seinen Zugang zum Internet erhält man vom Provider.

Analoges Modem

Analoges Modem
Als das Internet in den Kinderschuhen steckte und noch nicht so viele Personen diese Informationsmöglichkeiten nutzten, war das analoge Modem das Non plus Ultra. Diese Hardware gewährleistet den Verbindungsauf- und -abbau zum Internet und zwar über den Telefonanschluss. Das Gerät erzeugt Datenpakete und setzt die binären Datensignale über die Schnittstelle um. Das analoge Modem ist der Umwandler von analogen Daten in digitale Daten oder umgekehrt. Die Datengeschwindigkeit liegt in der Regel zwischen 33 und 56 kBit/s. Für Nutzer, die schnell und effektiv das Internet nutzen möchten, ist das analoge Modem keine Option.

Die Nachteile:

  • Langsame Geschwindigkeit
  • Hohe Verbindungskosten
  • Einwahlzeit zu lange
  • Belegte Telefonleitung

Die Vorteile:

  • Gerät günstig im Anschaffungspreis
  • Internet by Call Funktion (ohne vorherige Anmeldung ins Internet)
  • Keine Grundgebühr (wird über Telefonrechnung abgerechnet)
  • Einfacher Anschluss

Für das heutige Internet ist das analoge Modem viel zu langsam. Hochauflösende Bilder und Videos und nicht nur Texte, verwandelten das Internet in eine wahre Informationsflut und die braucht mehr Geschwindigkeit.

ISDN-Anschluss

Er ist der Nachfolger des analogen Modems und bringt schon mehr Geschwindigkeit auf die Kabel. Hier werden dem Internet-Fan zwei Nutzkanäle mit je 64 kBit/s angeboten, die er gleichzeitig nutzen kann. Das wären nun satte 128 kBit/s, auf die der Nutzer zugreifen kann. Das erscheint zum analogen Modem schon sehr viel mehr. Doch für das heutige Internet mit seine komplexen Grafiken und Videos ist das immer noch zu langsam. Wer das Internet beruflich nutzt, verzweifelt an dem langsamen Aufbau dieser Websiten. Wer allerdings nur seine E-Mails checkt, kein Audio- oder Videostreaming will und nur wenig Downloads braucht – für denjenigen ist ISDN ausreichend.

DSL

DSL - Technische Umsetzung
Hier erhält der Kunde einen breitbandigen Internet-Anschluss. Es werden zwei Frequenzbereiche genutzt – einen für das Internet und einen für den Telefonanschluss. Ein Splitter trennt die zwei Frequenzbereiche und sorgt dafür, dass sie sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Allerdings ist die DSL-Technik nicht an jedem Ort im Bundesgebiet zu empfangen, die besonders in ländlichen Gebieten noch nicht funktioniert. DSL ist der Überbegriff, denn es gibt verschiedene Arten davon.

• ADSL

Das asymmetrische DSL (ADSL) besitzt eine höhere Downloadgeschwindigkeit als die Uploadgeschwindigkeit. Die Verbindung besteht aus zwei Modems, die an der Telefonleitung angeschlossen werden. Auch das ADSL gibt es nicht überall in Deutschland und bei einer Überlastung im Netz werden die Übertragungsraten langsamer.

• VDSL

Diese DSL-Technologie ermöglicht bis zu 25 Megabit Downstream-Geschwindigkeit und drei Megabit Upstream-Geschwindigkeit pro Sekunde.

Internet per Satellit

Nicht in allen Dörfern und kleinen Städten ist DSL verfügbar. Hier gibt es die Möglichkeit per Satellit einen Internetzugang herzustellen. Dazu wird eine Satellitenschüssel mit mindestens 80 cm Durchmesser benötigt und sie muss mit einem LNB (Low Noise Block Converter) ausgestattet sein. Zudem braucht der Nutzer ein Satellitenmodem. Die Geschwindigkeit lässt sich durchaus mit einem DSL-Anschluss vergleichen, ist aber in der Regel teurer.

Internet per Mobilfunk: UMTS und HSPA und LTE

Internet per Mobilfunk
Mobil sein ist alles und so erfreut sich das mobile Internet großer Beliebtheit. Es gewährleistet den ständigen Zugriff auf das Internet mit seinem Handy, Tablet, Notebook oder Smartphone. Das Netz für LTE wird besonders in ländlichen Gebieten ausgebaut und die HSPA Geschwindigkeiten (vorwiegend in Städten nutzbar) erreichen DSL-Niveau. UMTS ist die dritte Generation der Mobilfunksysteme.

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