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Vodafone und Telefónica Deutschland legen neue Geschäftszahlen vor

29.07.2022
Kundenzahlen von Telefonica und VodafoneWie bringt es eine deutsche Redewendung so schön auf den Punkt: Des einen Leid ist des anderen Freud‘. Bestätigung erhält das Sprichwort dieser Tage einmal mehr, schaut man sich die neuesten Geschäftszahlen führender Provider in den Bereichen Mobilfunk und Internet an. Genauer gesagt: Des Düsseldorfer Anbieters Vodafone auf der einen und des Mitbewerbers Telefónica Deutschland mit Sitz in München – unter anderem für die Marke O2 verantwortlich – auf der anderen Seite. Fluktuationen hinsichtlich der Kundenzahlen sind auf dem deutschen Markt durchaus an der Tagesordnung. Dennoch dürften die Daten der beiden Unternehmen bei den Anteilseigner auf ein sehr unterschiedliches Echo stoßen.

Vodafone hadert mit schwächeren Kundenzahlen

Vodafone Deutschland hatte als Betreiber eigener Netze in den Bereichen mobiler Kommunikation sowie eines Kabelnetzes bereits zum Beginn der aktuellen Wochen neue Daten für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres 2022/23 veröffentlicht. Laut dem Unternehmen ist es nicht zuletzt der Überarbeitung des Telekommunikationsgesetzes (Stichwort: „TKG-Novelle“) geschuldet, dass der Dienstleister für die Zeitspanne von Anfang März bis zum Ende des Monats Juni eine negative Kundenbilanz bekannt geben muss. Seit dem Dezember des Vorjahres 2021 haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, Verträge grundsätzlich monatlich zu kündigen – dies gilt auch für Tarife mit einer anfänglichen Laufzeit von 24 Monaten, sobald diese erste Laufzeit abgelaufen ist. Eine nicht gerade kleine Kundengruppe hat sich diese rechtliche Änderung inzwischen scheinbar zunutze gemacht.

Provider steht im Breitbandbereich weiter unter Druck

Insbesondere im Bereich der Breitband-Angebote verzeichnete Vodafone inzwischen einen beträchtlichen Rückgang der Kundenzahlen. Nicht zum ersten Mal. Schon in den beiden vorherigen Quartalen musste Vodafone im Bereich Breitband-Festnetz ein Minus verbuchen. Die Geschäftszahlen sprechen hier eine deutliche Sprache. Zum besseren Verständnis der Daten: Vodafones erstes Quartal im aktuellen Geschäftsjahr begann im Monat März. Die Zahl der Neukunden (netto), die einen neuen Breitbandanschluss gebucht haben, fiel gegenüber dem vorherigen Quartal um rund 64.000 auf zuletzt 10,772 Millionen ab. Binnen 12 Monaten liegt der Rückgang netto sogar bei 178.000 Kunden im Breitbandbereich. Im Bereich Glasfaser weisen die neuesten Daten von März 2022 bis Juni ein Minus in einer Größenordnung von 34.000 Kundinnen und Kunden aus. Keine wesentliche Überraschung gab es im TV-Sektor. Hier weist der Konzern schon länger sinkende Kundenzahlen aus.

Zum Ende des Monats Juni berichtet das Unternehmen in dieser Sparte von 13,093 Millionen Nutzern. Dies entspricht einem Rückgang um 79.000 Kundinnen und Kunden innerhalb von drei Monaten seit Ende März dieses Jahres.

Mobilfunktrend kann den erkennbaren Tendenz nicht wettmachen

Die Mobilfunksparte des Konzerns kann diese Entwicklung nur bedingt ausgleichen. Netto stieg die Zahl der Kundinnen und Kunden in diesem Bereich um 77.000, wie aus der Veröffentlichung hervorgeht. 71.000 neue Verträge stammen jedoch aus dem nicht unbedingt rentablen Prepaid-Sektor. Insgesamt beziffert Vodafone seine Mobilfunk-Kunden für Ende auf 31,257 Millionen. Immerhin: Gegenüber dem ersten Quartal des zweiten Pandemiejahres liegt das Plus bei 330.000 neuen Mobilfunkkunden. Interessant ist auch der Blick auf den Umsatz, den der Konzern im Schnitt mit jedem Mobilfunk-Nutzer erzielt. Ende Juni lag dieser mit 12,40 Euro um 0,10 Euro unter dem Wert aus dem vorherigen Quartal. Über das Plus von 0,8 Prozent bei „Serviceumsatz“ im Mobilfunkbereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kann sich das Unternehmen vermutlich nicht freuen.

Denn dieser Serviceumsatz sank im Festnetzsektor im selben Zeitrahmen um 1,6 Prozent. Daraus ergab sich insgesamt ein um 0,5 Prozent geringerer Umsatz bei Serviceleistungen in der Gegenüberstellung zu den Zahlen aus dem ersten Quartal 2021.

Telefónica Deutschland verbucht einmal mehr erfreuliche Kundenzahlen

Besser hingegen entwickelte sich das Geschäft im Breitbandbereich für den direkten Konkurrenten Telefónica Deutschland (O2). Auch dort legte man zur Mitte der letzten Woche des Monats Juli sowohl die Daten für das zweite Jahresquartal als auch die ersten sechs Monate vor. Im Zusammenhang mit der Publikation für das erste Halbjahr 2022 hält sich der Konzern nicht mit Superlativen zurück. So ist hier gar von einem „Rekordergebnis“ die Rede. Nicht nur bei neuen Internetanschlüssen, sondern auch im Mobilfunksektor freut sich das Unternehmen über eine steigende Nachfrage. Der Geschäftsbericht weist zum Ende des Monats Juni 2,238 Millionen Anschlüsse für Daten- und Internetanschlüsse aus. Im Vergleich zum ersten Quartal sind dies rund 4.000 neue Anschlüsse zusätzlich. Mit einem Anteil von 2,257 Millionen handelt sich insbesondere um Breitbandanschlüsse für Internet.

Ein Anstieg um gut 5.000 Anschlüsse. Im Umfeld der VDSL-Anschlüsse spricht das Unternehmen für das zweite Quartal von 1,829 Millionen Anschlüssen, was einen Anstieg um 1.000 Neuanschlüsse bedeutet. Binnen 12 Monaten liegt das Plus bei 12.000 neuen 12.000 VDSL-Anschlüssen.

Jubiläumstarif hinterlässt nachhaltig positiven Eindruck

Die Zahl der neuen Mobilfunkanschlüsse von Anfang März bis Ende Juni 2022 gibt Telefónica Deutschland (O2) im Vergleich zum Q1 mit 781.000 an. Daraus ergibt sich für den Mobilfunknetzbetreiber aktuell eine Zahl von fast 46,7 Millionen Mobilfunkanschlüssen. 374.000 neue Verträge kann der Dienstleister im Bereich der besonders lukrativen Postpaid-Anschlüsse seit dem vorherigen Quartal vorweisen. Allgemein durfte sich das Unternehmen während des ersten Halbjahres 2022 über 661.000 neue Vertragskunden freuen. Verantwortlich für diese positive Entwicklung ist nach Angaben des Providers auch und gerade der sogenannte „O2-Jubiläumstarif“ O2 Grow. Doch auch bei Prepaid-Anschlüssen konnte der Konzern zulegen. Während des zweiten Quartals 2022 stieg die Zahl der Neukunden um 371.000 im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres.

Mittlerweile liegt die Versorgungsrate von Telefónica im Wachstumsbereich 5G bei 50 Prozent. Bis Ende des laufenden Jahres soll die Rate auf 60 Prozent der deutschen Bevölkerung steigen. Die Chancen, dieses Ziel zu erreichen, stehen gut. Denn die Nachfrage nach Smartphones mit 5G-Eignung scheint ungebrochen hoch.

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