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Anrufe aufs Mobiltelefon per Festnetz – meist ein teuer Service

13.02.2023
Anruf von Festnetz zum HandyZugegeben: Für viele Menschen stellt sich die Frage nach den Kosten für einen Anruf von einem Festnetzanschluss in eines der deutschen oder internationalen Mobilfunknetze gar nicht mehr. Denn vielfach wird mittlerweile vollends auf Festnetznummern verzichtet und stattdessen ausschließlich über das Mobilgerät kommuniziert. Gerade für viele ältere Menschen aber bleibt das „Festnetz“ ein Muss. In einer neuen Analyse haben sich die Experten des Vergleichsportals nun erneut mit der Frage nach den Kosten für Anrufe aus dem Festnetz aufs Handy befasst. Ein wichtiges Ergebnis: sogenannte Flatrates konnten sich in diesem Zusammenhang bisher nicht als Branchenstandard durchsetzen. Vielmehr sind Gespräche aus dem Festnetz in die mobilen Netze für Provider nach wie vor eine durchaus gute Einnahmequelle. Dies könnte polemisch betrachtet ein Grund sein, warum mancher Dienstleister nur langsam die Bereitschaft zur Anpassung des eigenen Geschäftsmodells erkennen lässt.

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Umfrage offenbart fast flächendeckend hohe Mehrkosten

Basis der Analyse sind Daten aus einer repräsentativen Umfrage, die das Unternehmen Düsseldorfer Unternehmen Innofact AG für Verivox im Mai des Jahres 2022 von insgesamt 1040 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren abgefragt hat. Besagte Personen waren zu diesem Zeitpunkt Kunde oder Kundin eines von zehn berücksichtigten bekannten Anbietern aus den Bereichen Festnetz oder Internet. Vertreten waren dabei neben dem Branchenprimus Telekom auch Mitbewerber wie Vodafone, O2, NetCologne oder 1&1. Kernthema der Analyse war die Abfrage, weshalb befragte Personen einen Festnetzanschluss nutzen. Wissenswert ist weiterhin, dass die Experten mit dem Terminus Festnetz generell einen stationären Anschluss für die Telefonie meinen. Der Grund: Im klassischen Sinne existieren durch Festnetzanschluss-Umstellungen auf Anschlüsse unter Verwendung von IP-Adressen (Stichwort: Telefonie per Internet).

Deutsche Provider halten an Gebühren für Telefonie von Festnetz zu Handy fest

Das eigentliche Ärgernis, das die Umfrage offenbart, ist die Tatsache, dass Gespräche vom Festnetz in ein mobiles Netz bis heute mehrheitlich mit zusätzlichen Gebühren verbunden ist. In einer Zeit, in der sogenannte Allnet-Flatrates im Angebotsvergleich in anderen Tarifbereichen schon seit Jahren gang und gäbe sind. Ohne die Buchung einer zusätzlichen Tarifoption für kostenlose Gespräche aus dem Fest- ins Mobilfunknetz sind Minutenpreise von 20 Cent noch immer keine Seltenheit. In der Spitze, so die Experten von Verivox, lagen die Gebühren bei 21,9 Cent pro Minute. Am unteren Ende der Skala beliefen sich die Entgelte auf immerhin fast zehn Cent. Im Hause Verivox sind man in diesem Zusammenhang Bedarf für Nachbesserungen aufseiten der Provider. Die erwähnten Allnet-Flats erlauben zwar bei Gesprächen zwischen Teilnehmern unterschiedlicher Mobilfunknetze eine gebührenfreie Nutzung.

Wer am „guten alten“ Festnetz festhält, wird hingegen zur Kasse gebeten. Bei Providern, die eine Flatrate für Telefonate aus dem Festnetz auf mobile Endgeräte offerieren, liegen die zusätzlichen Gebühren zum Teil bei maximal zehn Euro pro Monat.

Deutliche Abweichungen der Minutenpreise auf dem Markt

Wohlgemerkt handelt es sich bei den angesprochenen Kosten für Gespräche und ergänzende Flatrates eben nicht um Ausnahmefälle. Bei nahezu allen Anbietern von Tarifen mit pauschalen Gebühren für Telefonate vom Festnetz aufs Handy sind derlei Extrakosten an der Tagesordnung. Jens-Uwe Theumer, seines Zeichens Vizepräsident im Bereich Telekommunikation im Hause Verivox, verweist allein den Anbieter O2 als Sonderfall aus. Allerdings: Flatrates der genannten Art gäbe es auch dort nur bei vergleichsweise teuren Tarifmodellen. Für überholt hält das Portal Verivox nicht allein die hohen Gebühren, sondern allgemein die Gesprächsabrechnung pro Minute. Zumal sich in diesem Umfeld seit Jahren wenig oder gar nichts geändert habe. Besonders viel zahlen Kunden mit 21,9 Cent/Minute in heimische Netze beim Provider Pÿur, der seinen Service über das Kabelnetz bereitstellt. Andere Dienstleister wie Vodafone, 1&1, EWE oder die Telekom bleiben mit Preisen zwischen 19 und 19,9 Cent je Gesprächsminute jedoch nur leicht zurück.

Der Provider Netkom aus dem Bundesland Thüringen berechnete im Moment der Befragung 17 Cent je Minute. Mit „nur“ 9,8 ct/min. fiel der Minutenpreis bei Easybell am geringsten aus.

Inklusivleistungen bleiben bei Anbietern die seltene Ausnahme

Nochmals sei an dieser Stelle die Ausnahme O2 erwähnt: Die Marke des Unternehmens Telefónica S.A. stellte sein Festnetz-Tarifmodell im Herbst 2022 um, sodass Gespräche vom Festnetz aufs Handy mittlerweile keine Mehrkosten mehr verursachen. Diese grundsätzliche Gebührenpraxis der Provider ist für Nutzer laut Experten längst eines der wichtigsten Argumente, eher auf Telefondienste wie Skype oder WhatsApp zu vertrauen. Hier nämlich entscheide im Zeitalter der Telefonie per Internet die verbrauchte Datenmenge anstelle der Gesprächsdauer über die Kosten beziehungsweise die Auswirkungen eines Gesprächs auf das monatlich verfügbare Datenvolumen. Böse Zungen behaupten: Dass die Betreiber der Netze weiterhin die Dauer eines Gesprächs für die Abrechnung nutzen, liegt vorrangig am erzielbaren Umsatz. Und das, obwohl die Konkurrenz aus dem Bereich der Telefondienste zeigt, dass ein großer Anteil von Gesprächen problemlos kostenfrei geführt werden kann.

Übrigens: Wer vom Festnetz in ausländische Mobilfunknetze telefoniert, zahlt trotz zunehmender Vereinheitlichung spätestens dann noch mehr für Anrufe, wenn Gespräche nicht Mobilfunknetze der EU oder solcher Länder geführt werden, die Abkommen mit der Europäischen Union geschlossen haben. Hier bieten viele Provider oft gesonderte Flatrates an, bei denen Dienstleister im Zielland ihrerseits mitverdienen.

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