Im Jahresrückblick: Fast die Hälfte der Bevölkerung litt unter Netzausfällen
Alle wichtigen Internetanbieter im Vergleich – bundesweit und regional
Bei fast jedem zweiten Deutschen ist das heimische Internet in den letzten 12 Monaten mindestens einmal komplett ausgefallen. Der Osten Deutschlands ist weniger stark betroffen als der Westen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Ausfallquote leicht gestiegen – gegenüber 2023 sank sie jedoch merklich. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals

Die Mehrzahl der Ausfälle war einmalig
In den vergangenen zwölf Monaten berichteten 49 Prozent der Befragten von mindestens einem Internetausfall; bei der letzten Verivox-Erhebung im Mai 2024 lag der Wert bei 47 Prozent. Unter den Betroffenen blieb es überwiegend beim Einzelfall: 31 Prozent hatten nur einen Ausfall (2024: 30 Prozent). 44 Prozent verfügten im letzten Jahr durchgehend über eine stabile Verbindung ohne Ausfälle (2024: 45 Prozent).
Kurzzeitige Unterbrechungen lassen sich kaum vollständig vermeiden; eine absolute Verfügbarkeit garantiert kein Anbieter. Treten Störungen häufiger auf, können sie der Bundesnetzagentur gemeldet werden – das Verfahren ist jedoch vergleichsweise aufwendig.
Im Westen treten mehr Störungen auf als im Osten
Im Westen melden 52 Prozent der Menschen mindestens eine Netzstörung innerhalb der letzten 12 Monate – damit liegt die Region leicht über dem bundesweiten Mittel von 49 Prozent. Im Osten fallen Ausfälle seltener an: 42 Prozent hatten eine unterbrochene Verbindung, nach 44 Prozent im Vorjahr. 51 Prozent der Ostdeutschen blieben ganz ohne Störung, im Westen trifft das nur auf 40 Prozent zu. Ein plausibler Faktor ist die höhere Bevölkerungsdichte in westdeutschen Metropolräumen.
Hohe gleichzeitige Nutzung auf engem Raum erhöht die Netzlast. Vollständige Ausfälle werden besonders oft von Jüngeren bis 39 Jahre (59 Prozent) und von Familien mit Kindern (61 Prozent) gemeldet. Beide Gruppen nutzen das Internet tendenziell intensiver – und nehmen Störungen entsprechend häufiger wahr.
Schwache Anschlussleistung ist ein starker Treiber für Anbieterwechsel. Wer mit Bandbreite und Stabilität zufrieden ist, kündigt seltener. Regelmäßig zeigen Umfragen: Stabilität wiegt für viele schwerer als der Preis.
Deutlich weniger Störungen als 2023: Ausfallquote markant gesunken
Im Vergleich zu 2023 ist der Anteil der von Internetausfällen betroffenen Personen deutlich gesunken: von 61 auf 49 Prozent. Die stärkste Verbesserung zeigt sich bei mehrfachen Ausfällen – statt 25 Prozent melden aktuell nur noch 17 Prozent wiederholte Störungen. Auch kurze Unterbrechungen unter einer Stunde gingen zurück: von 15 auf 11 Prozent. Damit liegen 2025 alle Ausfallkategorien unter den Werten von 2023.
Mögliche Treiber dieses Rückgangs sind der fortschreitende Netzausbau und die wachsende Zahl stabiler Glasfaseranschlüsse. Zusätzlich sind viele Beschäftigte teilweise vom Homeoffice ins Büro zurückgekehrt, wo häufig leistungsfähige, symmetrische Anschlüsse bereitstehen.
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