Mehr als 50% der deutschen Haushalte können bereits Glasfaser nutzen
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Ende Juni 2025 hatten 52,8 Prozent der privaten Haushalte, Unternehmen und Behörden in Deutschland die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu bestellen. Das entspricht 24,3 Millionen bereits bis zur Straße verlegten Anschlüssen (sogenannte Homes Passed). Diese Zahlen stammen aus der aktuellen Marktanalyse des Glasfaserverbands BREKO.

BREKO-Ausblick 2030: Vollständige Glasfaserabdeckung bleibt aus
Innerhalb von zwölf Monaten legte die Zahl der verlegten Glasfaseranschlüsse um 9,6 Prozent zu. Für Dezember 2030 erwartet der BREKO eine Ausbauquote von 82 bis 92 Prozent der rund 46 Millionen Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Das frühere Ziel eines flächendeckenden Ausbaus bis 2030 wird von der aktuellen Bundesregierung nicht mehr offiziell verfolgt. Zum Stichtag Ende Juni waren 27,3 Prozent dieser Anschlüsse aktiv am Netz (Homes Connected) – das sind 12,55 Millionen und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Rekordwert: 6,6 Mio. Glasfaseranschlüsse genutzt
Ende Juni waren 6,6 Millionen Glasfaseranschlüsse aktiv genutzt – das sind 1,4 Millionen mehr als im Sommer 2024. Die Take-up-Rate kletterte von 26 auf 27 Prozent und beschreibt den Anteil gebuchter zu insgesamt verfügbaren Anschlüssen. Im Detail zeigt sich: Wettbewerber der Telekom erreichen eine Take-up-Rate von 34 Prozent, die Telekom selbst liegt bei 15 Prozent. Beim Ausbau stammen 59 Prozent der bislang 24,3 Millionen verlegten Anschlüsse von Wettbewerbern und 41 Prozent von der Telekom. Von den 6,6 Millionen gebuchten Zugängen entfallen rund 1,7 Millionen (26 Prozent) auf die Telekom und etwa 4,9 Millionen (74 Prozent) auf die Wettbewerber.
Glasfaser-Ausbau schreitet je Bundesland unterschiedlich schnell voran
Der Glasfaserausbau verläuft zwischen den Bundesländern sehr unterschiedlich. Gründe sind unter anderem Topografie, Bevölkerungsdichte und vor allem die jeweilige Landespolitik. Besonders weit sind die nördlichen Länder: Schleswig-Holstein führt mit 92,7 Prozent, dahinter folgen Hamburg mit 90,8 Prozent und Bremen mit 79,7 Prozent. Am anderen Ende rangiert das Saarland mit 23,8 Prozent. Auch die Flächenländer Bayern (42,8 Prozent) und Baden-Württemberg (32,8 Prozent) liegen im unteren Bereich.
Kooperationen als Schlüssel zum Fortschritt
Der BREKO rechnet mit einer deutlichen Zunahme gemeinsamer Projekte: Unternehmen werden beim Glasfaserausbau künftig häufiger kooperieren. Haupttreiber sind eine bessere Auslastung der Netze, das Vermeiden teurer Parallelstrukturen und die Verteilung der Investitionskosten. Beim Datenverbrauch zeigt die Bundesnetzagentur weiteres Wachstum: Für 2024 nennt sie 372 GB pro Anschluss und Monat. Der BREKO erwartet bis 2030 einen Anstieg auf rund 740 GB monatlich je Anschluss.
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