Nutzung des Festnetz-Telefons sinkt weiter
Ergebnisse einer Umfrage
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Die Zeiten, in denen man klassische Telefonanschlüsse nutzte, scheinen vorbei zu sein. Der Gebrauch von stationären Anschlüssen ist im Vergleich zum Vorjahr um satte 11 Prozent zurückgegangen. Vor allem die jüngere Generation hat dem Festnetz den Rücken gekehrt, wie der Festnetz-Monitor von Verivox aufzeigt, der jährlich repräsentative Daten erfasst.


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Um 30 Prozent rückläufig: Festnetz-Nutzung bei jungen Menschen
In den vergangenen zwei Jahren verzeichnete die Nutzung von Festnetzanschlüssen unter jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren ein stetiges Wachstum. Doch nun zeigt sich ein besonders starker Rückgang: Nur noch 48 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe gaben in einer Umfrage von Verivox an, über einen stationären Anschluss zu telefonieren. Im Vorjahr waren es noch 70 Prozent, was einem Rückgang von fast einem Drittel entspricht.
Die Nutzung von Festnetzanschlüssen in Deutschland bleibt insgesamt hoch, doch im Vergleich zum Vorjahr hat sie abgenommen. Aktuell telefonieren noch 70 Prozent der Deutschen zu Hause über ihren stationären Anschluss (2022: 81 Prozent). Dieser Wert liegt sogar unter dem von 2021, als noch 74 Prozent der Befragten angegeben hatten, ihren klassischen Telefonanschluss zu nutzen. Ältere Befragte nutzen ihr Festnetztelefon häufiger als jüngere. Besonders in ländlichen Gebieten wird der stationäre Anschluss intensiv genutzt, während in Städten die Nutzung seltener ist.
Mangelhafte mobile Verbindungen auf dem Land stärken das Festnetz
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschwerden über eine ungenügende mobile Netzversorgung geringer: Nur noch 10 Prozent der Menschen bemängeln es im Gegensatz zu 16 Prozent im Jahr 2022. Lediglich Dorfbewohner beklagen sich über schlechte mobile Verbindungen mehr als doppelt so oft wie Bewohner von Großstädten.
Trotzdem gibt ein Drittel der Deutschen an, dass sie auf einen Festnetzanschluss verzichten würden, wenn das Handynetz für alle Anwendungen stabil genug wäre. Ein weiteres Drittel würde auf einen Festnetzanschluss verzichten, wenn Flatrates für mobiles Internet günstiger wären.
Unabhängig vom Alter sagen 27 Prozent, dass ein Kombianschluss aus Telefon und Internet unverzichtbar ist. Ältere Menschen ab 70 Jahren stimmen dieser Aussage jedoch doppelt so oft zu wie jüngere bis 30 Jahre. Es gibt auch einen deutlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern: 32 Prozent der Frauen sagen, dass sie auf einen Festnetzanschluss „gar nicht“ verzichten könnten, während es bei den Männern nur 22 Prozent sind.
Vorgehensweise
Im Mai 2023 nahmen insgesamt 1.005 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren an einer Online-Umfrage der renommierten Innofact AG teil, die im Auftrag von Verivox durchgeführt wurde. Die Befragten wurden zu ihrem Telefonieverhalten zu Hause befragt und es wurde erfragt, wie oft sie den stationären Telefonanschluss nutzen und ob sie ihre Festnetz-Telefonnummer auswendig kennen. Dabei wurde auch ermittelt, aus welchem Grund die Befragten den festen Telefonanschluss nutzen und unter welchen Umständen sie auf diesen verzichten würden. Zusätzlich wurde die Wohnortgröße (Dorf, Klein- oder Mittelstadt, kleinere Großstadt, größere Großstadt) erfragt. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.
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